Fragen, Antworten, FAQ zum Stottern

  • Frage: Wird in den Auffrischungskursen das Stottern auf die gleiche Weise behandelt wie im Intensivkurs?

Antwort: Nur zum Teil. Nach dem Intensivkurs ist der Stotterer durch das Anwenden des Übungsprogramms viel entspannter. Danach will er eventuell psychologische Aspekte besprechen. Die waren ihm während des Intensivkurses vielleicht noch nicht ganz klar. Dafür bieten sich dann die Auffrischungskurse an.


  • Frage: Mit welchen psychologischen Methoden bekämpfen Sie den Sprachfehler?

Antwort: Wir bekämpfen ihn unter anderem mit verhaltenstherapeutischen und individualpsychologischen Ansätzen. Das Kommunikationstraining fußt auf dem psychologischen Ansatz von Frank Farrelly und Keith Johnstone.


  • Frage: Spielt es eine Rolle, ob das Stottern klonisch oder tonisch ist?

Antwort: Nein, für den Erfolg der Stottertherapie ist die Art der Symptomatik nicht von Bedeutung.


  • Frage: Spielt es eine Rolle, ob mein Stottern stark oder schwach ausgeprägt ist?

Antwort: Nein. Wenn es vorher stark war, ist natürlich der Unterschied nach der Therapie deutlicher zu merken.


  • Frage: Lässt sich das Stottern auch bei Erwachsenen noch heilen?

Antwort: Ja, es ist bei älteren Teilnehmern sogar einfacher zu behandeln als bei jüngeren. Jedenfalls mit unserer Stottertherapie. Allerdings ist die Automatisierung der neuen Sprechweise vor der Pubertät einfacher als im Erwachsenenalter.


  • Frage: Wie hoch ist der tägliche Übungsaufwand, um das Stottern auch nach dem Intensivkurs zu vermeiden?

Antwort: Mit zweimal zehn Minuten täglichem Aufwand halten Sie es auf Dauer unter Kontrolle. Später brauchen Sie nur noch etwa dreimal zehn Minuten in der Woche.


  • Frage: Ist Stottern wirklich heilbar?

Antwort: Bis zur Pubertät ist es auf jeden Fall heilbar. Dafür gibt es zahllose Beispiele. Ein erwachsener Stotterer, der sich hundertprozentig von seiner Sprachstörung befreien will, sollte sehr motiviert sein.


  • Frage: Wie lange braucht man, bis man das Stottern im Griff hat?

Antwort: Das ist unterschiedlich. Viele Teilnehmer haben es schon nach dem Intensivkurs unter Kontrolle. Sie wenden die neuen Methoden an und fallen auch nicht mehr zurück. Für alle Stotterer gilt allerdings auch, dass man etwa ein Jahr lang auf der Hut sein sollte. Zuhause muss geübt werden. Das macht man am besten mit Freude und setzt sich nicht unter Druck.


  • Frage: Gibt es ein Stottern, das sich nicht vermeiden lässt?

Antwort: Nein, jede unterschiedliche Art lässt sich vermeiden. Eine ausreichende Motivation muss natürlich vorhanden sein. Dann können wir Sie erfolgreich auf dem für Sie persönlich richtigen Weg begleiten.

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