In der Vergangenheit spielte der individualpsychologische Aspekt in der Stottertherapie eine größere Rolle. Die Individualpsychologie geht auf Alfred Adler zurück. Das will ich jetzt aber nur am Rande streifen. Dieser individualpsychologische Aspekt ist überwiegend bei Kindern von Bedeutung. Dort arbeiten wir verstärkt mit den Eltern zusammen, um herauszufinden, ob das Kind mit seinem Symptom eventuell auch noch eine unbewusste Zielrichtung verfolgt.

Das trifft nur für einige stotternde Kinder zu. Aber in diesen Fällen hat sich der individualpsychologische Ansatz in der Stottertherapie bewährt.

Es kommt vor, dass Kinder, die ein Symptom abgelegt haben, beispielsweise das Stottern, dann ein anderes Symptom entwickeln, zum Beispiel Asthma. Dass es also zu einer Symptomverschiebung kommen kann. Das ist ein Zeichen dafür, dass das Kind noch entmutigt ist und versucht, sich mit dem Symptom unbewusst abzusichern.

Tel. 07121 / 433 55 65, 

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