Stottern bei Kindern behandeln

Was tun, wenn mein Kind stottert?

An Stottern leidende Kinder können eine Therapie bereits erfolgreich absolviert haben. Die Eltern erleben dann trotzdem manchmal, dass sich statt des Stotterns ein anderes Symptom zeigt.

Solche Symptome können zum Beispiel exzessives Nägelkauen, Asthma-Anfälle oder Bettnässen sein.
Eine solche Symptom-Verschiebung passiert natürlich nicht auf der bewussten Ebene. Sie ist nicht Ausdruck einer "bösen" Absicht. Sie ist ein Zeichen dafür, dass das Kind sich noch entmutigt fühlt.

Darum ist es einfacher, stotternde Jugendliche oder Erwachsene zu behandeln als Kinder.
Denn bei stotternden Kindern ist man als Therapeut auf die Unterstützung der Eltern angewiesen.

Die Eltern lernen, entspannter mit dem Problem umzugehen. Sie nehmen die Dramatik aus der Geschichte heraus.
Sie machen sich bewusst, dass sie Kinder am ehesten ermutigen, wenn sie ihnen etwas zutrauen. Ihnen Aufgaben übertragen und sie loben.

Die Eltern hüten sich davor, dem Kind, das stottert, mehr zu helfen als nötig. Mitleid ist keine Hilfe.
Mut entwickelt sich aus der Erfahrung, Aufgaben selbständig bewältigen zu können.
Mut ist die beste Vorbeugung gegen Symptomverschiebungen.

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