Stottern » Therapie » Methoden

Therapie-Methoden

Wir wollen hier nicht auf wissenschaftliche Ergebnisse zum Thema Stottern eingehen, denn wir möchten Sie möglichst einfach und anschaulich informieren. Wenn Sie sich mit Stottern in der Theorie auseinandersetzen möchten, empfehlen wir Ihnen zwei Bücher:

"Stottern - Ätiologie, Diagnose, Behandlung" von Prof. Dr. Peter Fiedler und Renate Standop sowie

"Stottern - Erkenntnisse, Theorien, Behandlungsmethoden" von Ulrich Natke.

Allerdings sind diese Bücher in einem akademischen Stil geschrieben und für Laien nicht einfach zu lesen.

Leichter zu lesen und speziell auf jüngere Stotterer zugeschnitten ist das Buch "Gruppentherapie mit stotternden Kindern und Jugendlichen" von Prof. Dr. Nitza Katz-Bernstein und Katja Subellok.

Ebenfalls leicht zu lesen ist das Buch "Ja..., aber! - Ein individualpsychologisches Konzept neurotischen Verhaltens dargestellt am Beispiel des Stotterns" von Theo Schoenaker.

Hier geht es weniger um naturwissenschaftliche Informationen als um das Verstehen möglicher psychologischer Hintergründe, in die das Stottern eingebettet ist.

Die Psychotherapie spielt an unserem Institut zwar auch eine Rolle, aber nicht die Hauptrolle. Denn rein psychologisch orientierte Methoden führen in der Regel nur zu mäßigen Fortschritten. Wirksamer ist in diesem Fall ein Kommunikationstraining.

Einige Funktionen des Gehirns unterscheiden sich bei Stotterern und Nicht-Stotterern. Durch bestimmte Übungen lässt sich dieser Unterschied aber korrigieren. Deshalb ist die Grundlage der Therapie an unserem Institut das Erlernen von Methoden, die sich in der Praxis hervorragend bewährt haben. Wir verzichten auf jede Art von Techniken, die eine künstlich klingende Sprechweise hervorrufen, sondern üben von Anfang an den natürlichen Ablauf ein.

Das ist aber nur der erste Schritt.

Stottern lässt sich nicht nur und ausschließlich durch Technik kurieren.
Die vielfältigen Sprechängste und Vermeidungsreaktionen, die parallel zum Stottern auftreten, müssen pragmatisch angegangen werden. Jugendliche und erwachsene Stotterer können diese Aufgabe im Alltag selbständig bewältigen. Bei Kindern sind wir sehr an einer Kooperation mit Vater und/oder Mutter interessiert. Eltern oder Elternteile, die ihr Kind zur Therapie begleiten, werden von uns in Beratungsgesprächen im Umgang mit dem Problem geschult. Der Stotterer lernt, eine Technik zu beherrschen, die im Alltag weiter trainiert werden muss. Ein 2 x 10 minütiges Training pro Tag reicht hierfür aus. Nach dem Intensivkurs verstehen jugendliche und erwachsene Stotterer auch die psychologischen Zusammenhänge, die parallel zum technischen Sprachproblem auftreten.

Die begleitenden Elternteile im Kinderkurs verstehen diese psychologischen Zusammenhänge dann stellvertretend für ihre Kinder und können im Alltag entsprechend reagieren.

Sie sind auch nach dem Kurs weiter mit dem Institut in Kontakt, wenn Sie es wünschen.

Der Kontakt erfolgt über Telefongespräche und Mails. Wenn Sie in der Nähe wohnen, können Sie auch jederzeit einen Termin für ein kostenloses Beratungsgespräch vereinbaren.

Es ist für uns sehr wichtig, Rückfällen vorzubeugen. Darum bieten wir jedem Teilnehmer an unserer 9-tägigen Therapie auch kostenlose 3-tägige Auffrischungskurse am Wochenende an. Die kann jeder Teilnehmer so oft besuchen wie er will.

Besonders jugendliche und erwachsene Stotterer, die Jahre oder Jahrzehnte mit ihrem Problem zu kämpfen hatten, werden sich nicht auf den bei uns erzielten Erfolgen auszuruhen.

Sie werden auch nach dem Intensivkurs regelmäßig trainieren und ein Jahr lang wachsam sein. Auch darum bieten wir die kostenlosen Auffrischungskurse an.
Es wird dadurch einfacher, sich selbst zu disziplinieren.

Bei uns zahlen Sie für die Therapie nur einmal. Wir möchten, dass Sie oder ihr Kind aufhören zu stottern. Wir möchten nicht, dass Sie von Therapie zu Therapie rennen und dabei arm werden.

Den alleinigen Stein der Weisen gibt es beim Problem des Stotterns nicht. Das Problem setzt sich aus vielen Mosaiksteinchen zusammen. Über diese Mosaiksteinchen verfügen wir, das können wir guten Gewissens behaupten.

Es gibt Therapeuten, die erwachsenen Stotterern einreden, dass sie sich mit ihrem Problem arrangieren müssen. Zu diesen Therapeuten gehören wir nicht.
Eine solche Einstellung ist unnötig, es besteht kein Anlass zur Resignation.
Stottern lässt sich auf Dauer vermeiden.

Weiter zu Stotterer-Training