Ursachen, Definition und Behandlung des Stotterns

Man wird mit der Veranlagung zum Stottern geboren. Die Ursachen liegen überwiegend in der Genetik. Umstände und Erziehung spielen bei der Entstehung des Stotterns fast keine Rolle.

Beginnt ein Kind nach einer traumatischen Erfahrung mit dem Stottern, liegt der Grund dafür in seiner genetischen Disposition und nicht im Trauma.

Die Definition und Einteilung in klonisches und tonisches Stottern ist für den Erfolg der Behandlung unwichtig.

Die meisten Kinder, die anfangen zu stottern, entwickeln unbewusst eine Anpassungsstrategie. Mit dieser Strategie überwinden sie das Stottern bis zur Pubertät.

Bleibt das Stottern darüber hinaus hartnäckig, hilft nur eine gezielte, gehirngerechte Therapie (Stottern im Gehirn).

Basis des Erfolgs ist ein regelmäßiges effektives Training. Die Psychologie spielt nur eine wichtige Nebenrolle.

Stottertherapeutische Methoden sind auch den Strömungen des Zeitgeistes unterworfen. Manchmal sind sie eher falsch als richtig, aber dennoch in Mode.

Manche Therapien verleiten Stotterer dazu, sich mit ihrer Sprachstörung zu arrangieren. Sie sollen sie einfach entspannt hinnehmen und akzeptieren. Aus dieser Entspannung soll sich eine Verbesserung ergeben. Diese Einstellung mag bei einem jugendlichen Stotterer kurzfristig die Stimmung heben. Spätestens im reiferen Lebensalter erweist sich das aber als Lebenslüge.

Manche Verfahren sind unnötig aufwändig und verführen eher zu einer künstlichen und gedehnten Sprechweise. 

Psychotherapeutische Methoden der Stottertherapie sind oft ideologisch gefärbt.

Sogar Sigmund Freud war der Meinung, dass man seine Psychoanalyse nicht bei Stottern anwenden könne. Trotzdem verwenden manche Psychotherapeuten, die mit Stotterern arbeiten, psychoanalytische Verfahren.

Hilfreicher ist in diesem Bereich die Individualpsychologie von Alfred Adler. Sie wurde später von Theo Schoenaker in der Stottertherapie angewandt.

Diese Theorie kann man aber auch nicht eins zu eins übernehmen. Man muss sie auf ihre ideologischen Bestandteile überprüfen. So war für Adler ein Stotterer so etwas wie der Prototyp eines Neurotikers. Das ist nicht nur eine versteckte Beleidigung für alle Stotterer. Diese Theorie ist nach heutigen Erkenntnissen eher falsch. 

Neuroanatomie und Psyche eines Stotterers kann man zwar nicht getrennt voneinander betrachten, aber die funktionelle Magnetresonanz-Tomographie liefert heute Erkenntnisse, die man in früheren Jahren noch nicht hatte.

Die Ursachen des Stotterns liegen in einer genetischen Dispostion, die sich auch neuroanatomisch auswirkt. Trotzdem lässt sich diese Dispostion korrigieren.

Das Stottern äußert sich auch psychosomatisch.

Wie viele andere Störungen, von der Depression über den Tinnitus bis zur Migräne.

Das Therapie-Programm besteht aus einem Intensivkurs und bei Bedarf jeweils zweitägigen Auffrischungskursen. Alle Auffrischungskurse sind kostenlos. Sie können so oft kommen, wie sie wollen.

Termine, Tel. 07121 / 433 55 65, Kontakt

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