Stottern und Verhaltenstherapie (aus einem Interview, Teil 2)

Dazu kommt noch das Bearbeiten vielfältiger Vermeidungsreaktionen und Ängste. Das Bearbeiten von Sprechängsten überhaupt, die verhindern, dass man Situationen aufsucht und sich zurückzieht.

Was bedeutet das an einem konkreten Beispiel?

Es gibt viele Stotterer, die gar nicht mehr ans Telefon gehen, da das für sie sehr mit Angst besetzt ist. Und das ist nur ein Beispiel von schwierigen Gesprächssituationen für Stotterer.

Was machen Sie denn dann mit den Kursteilnehmern?

Das ist jetzt ein anderer Aspekt, der bei uns beachtet wird, der verhaltenstherapeutische Aspekt. Stichwort Desensibilisierung. Man kann das auch einfacher umschreiben mit Abhärtung oder dem Durchspielen schwieriger Sprechsituationen. Es wird eine Art von Angsthierarchie aufgestellt. Die Gesprächssituationen werden in verschiedene Angststufen eingeteilt. Und die arbeiten wir ab, indem wir diese Gesprächssituationen gezielt inszenieren.

Haben Sie dafür ein Beispiel?

Das sieht dann so aus, dass wir im Rollenspiel mit den Teilnehmern schwierige Situationen herstellen. Zum Beispiel ein Bewerbungsgespräch. Und das dann realistisch und bis zum Ende durchspielen.

Gibt es neben den Ängsten vor bestimmten Situationen auch Ängste vor bestimmten Worten oder Buchstaben?

Fast alle Stotterer haben Angst vor bestimmten Worten und Anfangsbuchstaben.

Wie bauen Sie diese Ängste ab?

Weiter zum Abschnitt Schwierige Worte

Termine, Tel. 07121 / 433 55 65, Kontakt

© 2017 Stottern vermeiden - Stottertherapie - Logopädie für Stotterer