Stottern besiegen. Stottertherapie durch einen Ex-Stotterer (Diplom-Pädagoge).  

Stottern ist eine genetisch bedingte Funktionsstörung und keine psychische Störung. Aus dem Stottern ergeben sich eventuell psychische Probleme, nicht umgekehrt.

Nach der Stottertherapie kein Rückfall durch ein einfaches häusliches Biofeedback-Training für Gehirn, Atmung und  Zwerchfell.

Fünf Tage hintereinander intensive Behandlung in Einzel-Therapie. Danach bei Bedarf kostenlose und unbegrenzte zweitägige Kurse zur Auffrischung am Wochenende. Für Stotterer aus Deutschland und dem weiteren deutschsprachigen Raum. Auch ältere Stotterer können ihr Stottern überwinden. Die Stottertherapie Hahn gibt es seit 1994.

Eine erfolgreiche Stottertherapie muss die Erkenntnisse der neuesten Hirnforschung berücksichtigen. Mein eigenes Stottern bekam ich erst als Erwachsener in den Griff. Durch konsequente und präzise Umsetzung der neuesten Hirnforschung in die Praxis. So einfach und effektiv wie möglich. An die üblichen Theorien über das Stottern habe ich nicht mehr geglaubt. Sich widersprechende Theorien gab und gibt es genug. Wichtig ist, dass es funktioniert.

Die fünftägige Stottertherapie ist für Stotterer ab 15 Jahren geeignet. Stotterer von 6 bis 14 Jahren werden in jeweils zweitägigen Kursen behandelt. Mindestens ein Elternteil ist dann dabei.

Nach der Stottertherapie bleiben Sie dauerhaft frei von Stottern. Sie wenden die neu erlernten Methoden im Alltag an, die durch Übung in Fleisch und Blut übergehen.

Die Stottertherapie ist kurz, knapp und alltagstauglich. Mit dieser durchdachten Methodik vermeiden Sie das Stottern dauerhaft.

Ich selbst behandle nur Stotterer ab 15 Jahren. Jüngere behandle ich nur in Ausnahmefällen. Ansonsten macht das meine Kollegin in einer jeweils zweitägigen intensiven Wochenend-Therapie.

Inhaltsverzeichnis

 

 

Man hat als Stotterer eine genetische Veranlagung, diese Veranlagung ist aber kein Schicksal.

Schluss mit der Angst vor dem Sprechen und mit Schamgefühlen. Wir arbeiten in unserer Therapie ohne Druck, in einer Atmosphäre dauernder Ermutigung.

80% aller ehemaligen Stotterer verlieren das Sprachproblem bis zur Pubertät. Ältere Stotterer brauchen in der Behandlung eine alltagstaugliche und  konsequente Strategie. Die übliche Behandlung reicht dafür nicht aus..

Was brauchen Sie, um flüssig zu sprechen? Motivation, Training und gehirngerechte, nachhaltig wirksame Therapie-Techniken. Medikamente oder eine Hypnose brauchen Sie nicht.

Ihre Sprachschwierigkeiten überwinden Sie dann mit weniger Aufwand als Sie glauben. Zum ersten Mal im Leben haben Sie Freude am Sprechen. 

Viele Stotterer haben eine bildhafte Wahrnehmung von Anfangsbuchstaben. Diese wird in der Behandlung durch Training aus dem Bewusstsein verdrängt.

Wir gehen in der Therapie individuell auf jeden Stotterer ein:

  • Fünftägige intensive Einzeltherapie für Stotterer ab 15 bis etwa 65 Jahren. Daran anschließend können Sie zweitägige kostenlose Vertiefungskurse am Wochenende (Sa und So) besuchen. Einzeln oder in kleinen Gruppen bis zu vier Personen. Sie können so oft kommen wie Sie wollen. Einige Teilnehmer brauchen eine Vertiefung, anderen genügt der Intensivkurs.
  • Zweitägige Intensivkurse für Stotterer von 6 bis 14 Jahren. Vater und/oder Mutter sind während der Behandlung dabei und wissen danach, wie sie den Betroffenen unterstützen können. Werden die erlernten Techniken zu Hause regelmäßig angewendet, ist eine weitere Behandlung nicht mehr erforderlich. Die Therapie für Sechs- bis Vierzehnjährige  wird von meiner Kollegin durchgeführt, in Ausnahmefällen auch von mir.

 

 

Stottern ist eine verkrampfte oder sich wiederholende Sprechweise. Das Stottern entsteht durch ein Ungleichgewicht in der Aktivität beider Hirnhälften. Im linken Stirnhirn gibt es zuwenig Aktivität, im rechten zuviel. Je stärker die Überaktivität in der rechten Hirnhäfte ist, umso stärker ist das Stottern. Denn diese Überaktivität der rechten Hirnhäfte hemmt wiederum Bereiche in der linken Hirnhäfte, die für die Steuerung einer flüssigen Sprechweise zuständig sind. Wie entsteht aus dieser Besonderheit der Hirnaktivitäten das Stottern? Es entsteht durch einen Reflex, der den Druck gegen die Stimmbänder falsch reguliert und dadurch den normalen Ablauf von Atmung und Zwerchfell-Bewegung außer Kraft setzt. 

Man kann bei einer Therapie gegen Stottern nicht in jedem Fall das Rad neu erfinden, kann aber auch vorhandene Verfahren nicht eins zu eins übernehmen. Therapeutische Verfahren sind manchmal auch den Strömungen des Zeitgeistes unterworfen, dann eher falsch als richtig, aber dennoch in Mode.

Die Theorie von Charles Van Riper über das Stottern war schon vor 40 Jahren in Mode und ist es jetzt wohl wieder. Er verleitet unter Stottern leidende dazu, sich mit ihrer Sprachstörung zu arrangieren, sie hinzunehmen und von dieser entspannten Haltung eine Verbesserung zu erwarten.

Es gibt viele ältere Betroffene, die stottern und sich jahrelang und erfolglos logopädischen Verfahren unterzogen haben. So kann das Fluency-Shaping-Verfahren durchaus zu Erfolgen führen, wird aber andererseits oft unnötig aufwändig praktiziert und verführt dann eher zu einer künstlichen und gedehnten statt zu einer natürlichen Sprechweise.

Eine der wichtigsten Maßnahmen innerhalb der Therapie gegen Stottern ist die Beseitigung des Ungleichgewichts in der Aktivität beider Hirnhälten. Dies geschieht durch spezielle Übungen, die während der Therapie und danach zu Hause regelmäßig durchgeführt werden.

Maßnahmen, die sich nur auf das Training von Atmung und Zwerchfell stützen, bewirken beim Stottern oft keine dauerhafte Verbesserung. Nur durch das zusätzliche Gehirntraining vermeidet man Rückfälle.

Die Definition und Einteilung in klonisches und tonisches Stottern ist für den Erfolg der Behandlung unwichtig.

 

 

Man wird mit der Veranlagung zum Stottern geboren. Die Ursachen liegen überwiegend in der Genetik. Umstände und Erziehung spielen bei der Entstehung nur eine geringe Rolle.

Entwickelt ein Kind nach einer traumatischen Erfahrung diese Sprachstörung, liegt der Grund dafür in seiner genetischen Disposition und nicht im Trauma.

Die meisten Kinder, bei denen die Sprachstörung beginnt, entwickeln unbewusst eine Anpassungsstrategie. Mit dieser Strategie überwinden sie das Problem bis zur Pubertät.

Bleibt die Stöung darüber hinaus hartnäckig, hilft nur eine gezielte, gehirngerechte Therapie. Basis des Erfolgs ist ein regelmäßiges effektives Training.

Manche Therapien verleiten Stotternde dazu, sich mit ihrer Sprachstörung abzufinden. Sie sollen sie einfach entspannt hinnehmen und akzeptieren. Aus dieser Entspannung soll sich eine Verbesserung ergeben.

Diese Einstellung mag bei einem jugendlichen Betroffenen kurzfristig die Stimmung heben. Spätestens im reiferen Lebensalter erweist sich das aber als Lebenslüge.

 

 

Die Therapie hilft, auch bei Erwachsenen. Stottern ist heilbar, denn 80% aller betroffenen Kinder hören bis zur Pubertät für immer damit auf. Auch Ältere jenseits der 50 können ihre Sprachstörung dauerhaft vermeiden, obwohl die Veranlagung dazu im Gehirn gespeichert bleibt.

Kinder verlieren ihr Symptom unbewusst. Erwachsene müssen bewusst daran arbeiten. Sie brauchen als Erwachsener intensive Therapie-Methoden und eine ausreichende Motivation.

Entscheiden Sie sich nur für eine Anmeldung zum Intensivkurs, wenn Sie unter Ihrer Sprachstörung leiden. Wenn Sie sich wirklich aus diesem Elend befreien wollen.

Viele Erwachsene haben sich mit Ihrem Stottern abgefunden und glauben nicht mehr an eine Veränderung. Das ist bedauerlich, weil dieser Pessimismus unbegründet ist.

In der Stottertherapie von Erwachsenen behandle ich die Teilnehmer sehr konzentriert und effektiv.

 

 

Das Selbstbewusstsein vieler Jugendlicher hängt auch ohne Handicap oft an einem seidenen Faden. Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe Gleichaltriger und deren Anerkennung wird als wichtiger empfunden als die Erwartungen von Eltern oder Lehrern.

Das Gefühl der Zugehörigkeit ist meistens die Basis des Selbstwertgefühls von Jugendlichen. Da diese Zugehörigkeit nun mal in erster Linie durch Sprache und Kommunikation hergestellt wird, werden Stottern oder andere Sprachstörungen in diesem Alter als besonders schmerzhaft empfunden.

Das Risiko, sich als Außenseiter zu sehen oder von der eigenen Gruppe ausgegrenzt zu werden, steigt. Selbst wenn diese Gruppe verständnisvoll reagiert, bleibt der jugendliche Stotterer misstrauisch. Er dramatisiert möglicherweise sein eigenes Handicap und schließt sich dadurch selbst aus der Gruppe aus, ohne es zu merken.

Eine Stärkung des Selbstvertrauens ist in der Stottertherapie mit Jugendlichen unerlässlich. Sich hier nur auf das Einüben von Atem- und Sprechtechniken zu beschränken, wird dem Problem nicht gerecht. Darum behandle ich das Stottern insbesondere bei Jugendlichen immer ganzheitlich.

 

 

Kinder können eine Stottertherapie bereits erfolgreich absolviert haben. Die Eltern erleben dann manchmal, dass das Stottern zwar aufhört, sich dafür aber ein anderes Symptom zeigt.

Solche Symptome können zum Beispiel exzessives Nägelkauen, Asthma-Anfälle oder Bettnässen sein. Eine solche Symptom-Verschiebung passiert natürlich nicht auf der bewussten Ebene. Sie ist nicht Ausdruck einer "bösen" Absicht. Sie ist ein Zeichen dafür, dass das Kind sich entmutigt fühlt.

Bei Kindern ist man als Therapeut auf die Unterstützung der Eltern angewiesen.

In der Therapie für Schulkinder von 6 bis 14 Jahren gibt es für die begleitende Person eine Information und Ausbildung. Durch die heimische Unterstützung kann das Kind in Zukunft auf weitere Therapien verzichten. Es kann die vollständige Heilung anstreben. Das Kind muss dann nie wieder an eine Sprechtechnik denken.

Vater und/oder Mutter eines Kindes lernen als Begleitpersonen in der Stottertherapie, entspannter mit dem Problem umzugehen. Die Dramatik aus der Geschichte herauszunehmen.
Sich bewusst zu machen, dass man Kinder am ehesten ermutigt, wenn man ihnen etwas zutraut. Ihnen Aufgaben überträgt und sie lobt.

Die Eltern hüten sich davor, dem Kind mehr zu helfen als nötig. Mitleid ist keine Alternative.
Mut entwickelt sich aus der Erfahrung, Aufgaben selbständig bewältigen zu können.
Ermutigung ist die beste Vorbeugung gegen Symptomverschiebungen.

Stottern bei zwei- oder dreijährigen Kleinkindern sollte man noch nicht behandeln. Dieses Entwicklungsstottern legt sich oft von selbst. Man kann Kinder in diesem Alter auch noch nicht als Stotterer bezeichnen.

Zur Vorbeugung können Sie mit Ihrem stotternden Kleinkind lieber öfter laut singen. Es darauf hinweisen, wie schön der Atem und die Worte beim Singen fließen. Ansonsten das Kinderstottern nicht beachten und auch kein besorgtes Gesicht machen.

Das merkt das Kind. Es entwickelt dann eher ein Störungsbewusstsein. 

 

 

Wie sieht die Hilfe in einer effektiven Stottertherapie aus? Es ist in erster Linie eine Hilfe, um spätere Rückfälle zu vermeiden. Wenn Sie dann motiviert sind, werden Sie Ihr Stottern überwinden. Sie wenden die Techniken an, die ich Ihnen zeige und bleiben am Ball.

Sie warten nicht auf die Pille gegen das Stottern, die es nicht geben wird. Medikamente sind keine Hilfe und haben in erster Linie eine beruhigende Wirkung. Übung lässt sich nicht durch Medikamente ersetzen. Wenn Sie ein Instrument oder eine Sportart beherrschen wollen, geht das auch nur durch Übung. Alles andere wäre eine Illusion.

Apparate, die man sich ins Ohr stöpseln kann, sind teuer und sind auf Dauer keine Hilfe. Die dadurch erzeugten Verzögerungseffekte helfen immer nur vorübergehend.

Sie werden selbst etwas tun und auf Ihre eigene Kraft und Motivation vertrauen. Sie brauchen nur wenig tun, das aber tun Sie regelmäßig. Letztlich ist eine erfolgreiche Stottertherapie auch eine Hilfe zur Selbsthilfe.

 

 

Rolf Hahn, Dipl.-Päd.,

Eugen-Bolz-Straße 12, D-72766 Reutlingen

Tel.: 07121 / 433 55 65, Mobil: 0163/ 62 80 900

e-Mail: info(at)stottern-vermeiden.de