Meine Stottertherapie benutzt Atemübungen, die nicht aus der Logopädie stammen. Sie entstammen dem Ausbildungsprogramm von Sängern und Schauspielern. Für Stotterer habe ich die Übungen speziell abgewandelt.

Stotterer haben unter anderem eine Funktionsstörung des Zwerchfells. Das Zwerchfell bewegt sich nicht richtig. Es verkrampft sich beim Sprechen (tonisches Stottern) oder es vibriert (klonisches Stottern). In Kombination damit entsteht ein Über- oder Unterdruck gegen die Stimmbänder. 

Im Training wird das alles richtig eingestellt und automatisiert. Bestimmte Gehirn-Aktivitäten werden angepasst. Die Automatisierung muss so einfach sein, dass sie wie bei einem normal Sprechenden abläuft. Ansonsten wäre sie im Alttag nicht umsetzbar. Durch die spezielle Aktivierung der rechten Hirnhälfte erreicht der Stotterer beim Sprechen die gleiche Flüssigkeit wie beim Singen.

Viele Therapien scheitern an einer Überforderung des Gehirns durch eine unnötig komplizierte Atemtechnik und zusätzlich antrainierte bildhafte Vorstellungen. Das ist nicht alltagstauglich.

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