Dass ein Mensch Freude am Sprechen hat, ist für einen Stotternden unvorstellbar. Diese Freude vielleicht zum ersten Mal im Leben zu empfinden, ist schon ein einschneidendes Erlebnis. Bis dahin waren fast alle Sprechsituationen mit Angst verbunden.

Eine Stottertherapie ist wie eine Meditation. Wie eine Schau nach innen. Sie lernen nicht nur, Herrscher Ihres Atems und Ihrer Sprechwerkzeuge zu werden. Wo Sie vorher nur Opfer waren. Sie lernen auch die Gedanken und Gefühle kennen, mit denen Sie sich bisher entmutigt haben. Ohne es zu merken.

Besonders entmutigend ist hierbei die gewohnheitsmäßige Selbstabwertung. Der Vergleich mit anderen zu deren Gunsten. Die falsche, aber tief sitzende Überzeugung, dass man weniger wert ist. Nur weil man stottert.

Wir sind alle mehr oder weniger davon überzeugt, dass die äußeren Umstände über unser Glück entscheiden. Das stimmt nur zum Teil. Die innere Freiheit lässt sich durch Übung vergrößern.

Sie werden deshalb nicht nur Herrscher über Ihre Sprache. Sie werden auch Herrscher über Ihre Gedanken und Gefühle. Und damit Herrscher über Ihr Glück im Leben. Ein Leben ganz ohne Angst wird es niemals geben, aber die Angst vor dem Sprechen werden Sie verlieren.